Save the Date - Praxisforum Verkehrsforschung am 21. und 22. November 2017 in Berlin

Ob Diesel, Benziner oder aber auch elektrisch betrieben – wird das Auto als Verkehrsmittel in der Stadt überhaupt eine Zukunft haben? Und was muss passieren, wenn eine autofreie Stadt eines Tages Wirklichkeit werden soll? Absehbar ist, dass Abgase und Lärm von der Wohnbevölkerung immer weniger toleriert werden. Der Flächenverbrauch für Straßen und Standplätze ist angesichts explodierender Wohnkosten nicht vertretbar. Erfolgreiche Metropolen werden in Zukunft also weniger Autoverkehr haben und sich so Lebensräume zurückerobern, die heute vom Autoverkehr besetzt sind. Der Verkehr funktioniert digitalisiert und effizient vernetzt, es wird viel zu Fuß gegangen und Rad gefahren. Der verbleibende motorisierte Verkehr ist elektrifiziert und aus erneuerbaren Energien gespeist. Soweit die verlockende Vision.

„Weiter so“ geht nicht

Dazu gibt es einen breiten Konsens. Ein „Weiter so“ beim Individualverkehr darf es nicht geben. Oft wird sogar der Eindruck vermittelt, mit den Bausteinen eines elektrisierten Radverkehrs, Carsharings und autonomen Fahrens werde sich schon alles lösen. Doch stimmt das wirklich? Und welchen Wandel muss der althergebrachte ÖPNV bewerkstelligen, wenn seine Verkehrsmittel eine wichtige Säule bleiben sollen? Gibt es dazu überhaupt eine volumentaugliche Alternative?

„Weiterdenken“ gefordert

Wie dieser angestrebte Wandel gelingen soll, bleibt trotz mancherlei Versprechungen unklar.

  • Wie also werden die Weichen für eine autoreduzierte Zukunft gestellt?
  • Kann sich Mobilität wirklich grundlegend verändern, anstatt nur dem Individualverkehr ein elektrisch-fahrerloses Gewand umzuhängen?
  • Müssen Wohnen, Umwelt und Verkehr nicht viel vernetzter gedacht werden als bisher?
  • Wie erreichen wir die Köpfe?
  • Wandelt sich die Funktion von Innenstädten – weniger Einkauf und mehr Freizeit?
  • Oder ziehen wir alle gleich neben das Einkaufszentrum am Stadtrand?
  • Wird dabei nicht der Verkehr außerhalb der großen Städte vergessen?
    Je nach Definition macht dies immerhin die Hälfte des Verkehrsaufkommens oder mehr aus. Die Verkehrswende muss also auch außerhalb der Stadtmauern greifen.

blick³: ein neues Netzwerk

Auf dem Praxisforum diskutieren wir mit Ihnen über die Herausforderungen der Verkehrswende. Doch wir möchten noch mehr. infas hat ein interdisziplinäres Netzwerk ins Leben gerufen, das für Projekte rund um dieses Thema zur Verfügung steht. Interaktiv tiefer zu denken und neue Lösungsbeiträge zu schaffen, sind die gemeinsamen Ziele. Welche Perspektiven die Netzwerkakteure dabei einnehmen, stellen wir schon jetzt rund um diesen Text vor. Und natürlich ausführlicher auf dem Praxisforum!

Der Fokus wird auf stadt- und regionalplanerischen, sozialwissenschaftlichen, psychologischen sowie strategischorganisatorischen Aspekten liegen. Schwerpunktthema ist die Vision einer autofreien Stadt. Dabei sind wir uns selber nicht genug. Wir werden unsere Expertise wie immer um hochkarätige Gäste erweitern – aus Stadt-, Regional- und Mobilitätsforschung, national und international.

Anmeldung

Diese Veranstaltung ist kostenfrei.

    Veranstaltungsort

  • InnoZ, Torgauer Str. 12 - 15,
  • 10829 Berlin (Schöneberg)

Dokumentation

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